Wenn Pflege belastet und alles zu viel wird

Sie fühlen sich mit der Pflege überlastet? Es gibt Menschen, die Ihnen zuhören und Ihnen helfen können. Im Bild: telefonierende Seniorin
Wenn die Pflege Sie überlastet, lassen Sie sich helfen!

Wer eine angehörige Person pflegt, muss meistens ständig verfügbar und ansprechbar sein. Pflegende Angehörige fühlen sich daher oft überfordert, belastet und gestresst. Mit diesen Gefühlen sind sie nicht alleine – auch andere pflegende Angehörige stoßen irgendwann an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Wichtig ist es zu erkennen, dass Unterstützung nötig ist.

Tipp: Wer dauerhaft angespannt und belastet ist, ist irgendwann erschöpft und verzweifelt, wird vielleicht selbst krank. In Einzelfällen kann die Überlastung später auch zu Aggressionen führen. Daher ist es enorm wichtig, sich regelmäßige Auszeiten zu schaffen. Manchmal reicht schon eine kurze Entspannungspause aus, um Kraft und Energie zu tanken. Das kann ein Spaziergang oder das Lesen eines guten Buches sein.

Für Betroffene gibt es eine Reihe an Hilfsangeboten, die sie telefonisch oder persönlich nutzen können.

    Hilfsangebote

    Krisentelefon

    Die aktuelle Telefonnummer des bundesweiten Krisentelefons finden Sie unter www.gewalt-pflege.de [externer Link].

     

    TelefonSeelsorge

    In besonders schwierigen Situationen können Sie sich an die TelefonSeelsorge wenden. Deren Ansprechpersonen helfen Ihnen auch anonym weiter.

    Eine kostenlose telefonische Beratung erhalten Sie schnell und direkt unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.

    Die TelefonSeelsorge bietet auch eine Beratung per E-Mail oder Online-Chat an [externer Link].
    In Einzelfällen ermöglichen verschiedene TelefonSeelsorge-Stellen auch eine Vor-Ort-Beratung.

    Pflegeberatungsstellen und -stützpunkte

    Antworten auf Fragen rund um die Themen Pflege, Pflegeselbsthilfegruppen, Widersprüche gegen Pflegegutachten, aber auch zu Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige geben die ausgewiesenen Pflegeberatungsstellen in NRW.  

    Über die Online-Suche des Pflegewegweisers NRW finden Sie Angebote in Ihrer Nähe.

    Sozialpsychiatrische Dienste

    Wenn Sie sich psychisch belastet fühlen oder einen psychisch erkrankten Angehörigen haben, können Sie sich an den örtlichen sozialpsychiatrischen Dienst Ihrer Stadt wenden. Die Beratung findet bei Bedarf auch in der eigenen Wohnung statt.

    Not- und Krisentelefone

    Für kritische Lebenssituationen oder bei Gewalt stehen Ihnen in den jeweilig genannten Regionen Krisentelefone zur Verfügung, wobei die Liste nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:

    • „Not-Telefon“ im Pflegealltag für den Kreis Paderborn: 05251 308900, erreichbar montags bis freitags von 08:30 bis 12:00 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr
    • „Krisentelefon Gewalt in der Pflege“ für Essen: 0201 8850088, erreichbar montags bis freitags von 08:30 bis 12:30 Uhr (außerhalb dieser Zeiten: Anrufbeantworter)
    • Krisentelefon für Siegen: 0271 6609787, erreichbar montags von 09:00 bis 12:00Uhr
    • Sozialpsychiatrischer Dienst im Gesundheitsamt Bielefeld, Telefon: 0521 512581, erreichbar von 08:00 bis 18:00 Uhr
    • Krisentelefon für Wuppertal: 0202 2442838, erreichbar montags bis freitags nachts von 18:00 bis 08:00 Uhr, an Feiertagen und Wochenenden rund um die Uhr
    • Krisentelefon für Solingen: 0212 248210, erreichbar an allen Wochentagen rund um die Uhr