Bild Pflegerin setzt Rentnerin eine Maske auf
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Aktuelle Informationen zu Corona

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Corona-Bürgertest ist seit dem 13. November 2021 wieder für alle Personen kostenlos
  • Wir zeigen die aktuelle Lage und Regelungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige während der Pandemie auf
  • Sonder-Regelungen während der Corona-Pandemie wurden teilweise bis zum 30. Juni 2022 verlängert

Inhalt

FAQs zu Corona: Sicherstellung der Versorgung und Betreuung

FAQs zu Corona: Entlastung durch ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte

FAQs zu Corona: Entlastung speziell für Berufstätige

FAQs zu Corona: Sonstige

Weitere nützlich Hinweise

Aufgrund der Corona-Pandemie hat sich die Situation für pflegende Angehörige deutlich verändert. Wenn bisherige Versorgungs- und Unterstützungsmöglichkeiten wegfallen, sind Angehörige zu Hause noch mehr gefordert, die Pflege neu zu organisieren. Manchmal muss innerhalb kürzester Zeit die Pflege sogar selbst übernommen werden.

FAQs zu Corona: Sicherstellung der Versorgung und Betreuung

Unterstützungsangebote im Alltag können gerade jetzt eine gute Ergänzung und Entlastung der Pflegesituation bieten. Deshalb wurden folgende Erleichterungen eingeführt:

  • Für Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 soll ein möglichst flexibler Einsatz des Entlastungsbetrages ermöglicht werden, um Corona-bedingte Versorgungsengpässe zu vermeiden. Daher können Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 EUR – unabhängig von den derzeit geltenden Vorgaben nach Landesrecht – auch anderweitig verwenden. Andere Hilfen können professionelle Angebote oder auch nachbarschaftliche Hilfe sein. Diese Regelung gilt bis 30. Juni 2022
  • Die Leistungen für Anbieter, die bereits anerkannte Leistungen erbringen, wurden erweitert. So dürfen alle Anbieter – unabhängig von ihrem üblichen Angebot – zusätzlich auch „Hilfen bis zur Haustür“, beispielsweise Botendienste, Organisation von Arztbesuchen, Essen auf Rädern oder Einkäufe anbieten. Diese Regelung gilt zeitlich befristet bis zum 30. September 2022.
  • Auch Nachbarschaftshelfer können weiterhin Unterstützungsleistungen erbringen. Sie müssen aktuell keine Qualifizierung nachweisen. Diese Regelung gilt zeitlich befristet bis zum 30. September 2022.
  • Die Frist zur Verwendung nicht genutzter (Rest)-Beträge des Entlastungsbetrages aus 2019 und 2020 lief am 31. Dezember 2021 aus.

Erhalten Sie Pflegegeld, müssen Sie ab Pflegegrad 2 in bestimmten Abständen Beratungsbesuche in Anspruch nehmen. Seit dem 1. Oktober 2020 können die Beratungsbesuche auch telefonisch, digital oder per Videokonferenz durchgeführt werden, wenn dies vom Versicherten gewünscht wird. Die Regelung gilt bis zum 30 Juni 2022 

 

Sollte Ihre häusliche Pflege infolge der Corona Pandemie nicht mehr sichergestellt werden können, oder sollten Sie weitere Fragen rund um das Thema Beratung in der Pflege haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegekasse oder die Pflegeberatung vor Ort.

 

Passende Beratungs- und Hilfsangebote in der Nähe Ihres Wohnortes erhalten pflegende Angehörige und Pflegebedürftige auch in der Datenbank aller Beratungsstellen. Gerne helfen wir Ihnen auch telefonisch weiter. Rufen Sie kostenlos an unter: 0800 40 40 044 (montags, dienstags, mittwochs und freitags 9-12 Uhr und donnerstags von 14-17 Uhr). Darüber hinaus beantworten wir Ihre Fragen auch schriftlich. Hierzu nutzen Sie einfach das Fenster auf unser Startseite unter "Schreiben Sie uns im Chat...". Wir antworten Ihnen schnellstmöglich und informieren über das passende Beratungs- und Hilfsangebot in Ihrer Nähe.

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel dienen dem Schutz der Pflegeperson bei der Durchführung der häuslichen Pflege.

 

Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 1 steht ein monatlicher Höchstbetrag für beispielsweise Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe, Bettschutzeinlagen oder Mundschutz zur Verfügung. Der monatliche Höchstbetrag der Pflegekasse für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel wurde rückwirkend zum 1. April 2020 von 40 auf 60 Euro angehoben. Maßgeblich für die höhere Vergütung ist der Tag der Leistungserbringung; im Fall einer Kostenerstattung das Kaufdatum. Diese Regelung galt bis zum 31. Dezember 2021 und wurde nicht verlängert.

Maskenpflicht: Alle Besucher:innen müssen eine FFP2-Maske tragen. Für vollständig geimpfte und genesene Besucher:innen entfällt die Maskenpflicht in den Privaträumen der Bewohner:innen und den Aufenthaltsräumen. Bewohner:innen sollten, wenn möglich, außerhalb des eigenen Zimmers eine medizinische Maske tragen. Für geimpfte und genesene Bewohner:innen entfällt die Maskenpflicht, solange kein direkter Kontakt zu nicht geimpften oder nicht genesenen Bewohner:innen besteht.

 

Besuche: Heimbewohner:innen dürfen beliebig viele geimpfte oder genesene Besucher:innen empfangen. Neuerdings ist es Heimbewohner:innen ebenfalls erlaubt, zwei Besucher:innen gleichzeitig zu empfangen. Bei Besuchen sind die erforderlichen Daten zur Sicherstellung der Rückverfolgbarkeit einschließlich des Namens der besuchten Person zu erheben. Zur Vermeidung einer Infektion wird ein Kurzscreening auf typische Symptome (unklare Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Geschmacksverlust, erhöhte Temperatur oder Übelkeit) durchgeführt.

 

Testpflicht: Seit dem 16. Februar müssen alle Besucherinnen und Besucher sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich eine negative Testbescheinigung vorlegen. Das gilt auch für Geimpfte. Bewohnerinnen und Bewohner sind dreimal in der Woche mit einem Coronaschnelltest zu testen. Die Testpflicht entfällt für geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner, deren letzte für die Grundimmunisierung erforderliche Impfdosis nicht länger als drei Monate zurückliegt oder die eine  Auffrischungsimpfung  erhalten haben. Die Testpflicht entfällt ebenfalls für als genesen geltende Bewohnerinnen und Bewohner.

 

 

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat eine neue Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen eingerichtet. Die Dialogstelle unterstützt dabei, Streitigkeiten zu schlichten, die bei der Ausgestaltung der Besuchsmöglichkeiten in den stationären Pflegeeinrichtungen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe aufkommen können. Die neue Dialogstelle klärt offene Fragen und nimmt die Vermittlerrolle wahr.

 

Zu erreichen ist die neue Dialogstelle für Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen unter folgenden Kontaktdaten des Gesundheitsministeriums:

 

E-Mail: dialogstelle [at] lbbp.nrw.de

Telefon: 0211 8554780

Weitere Informationen unter www.lbbp.nrw.de [externer Link].

Wenn Sie einen Antrag auf einen Pflegegrad oder einen Höherstufungsantrag gestellt haben, werden Sie auch jetzt vom Medizinischen Dienst oder, wenn Sie privat versichert sind, von Medicproof begutachtet.

 

Die Pflegebegutachtungen durch den Medizinischen Dienst (MD) können während der Corona-Pandemie telefonisch durchgeführt werden. Dazu bekommen Sie vorher einen Fragebogen zugeschickt, den Sie im Vorfeld ausfüllen. Der Wunsch auf eine persönliche Begutachtung seitens des Pflegebedürftigen muss allerdings berücksichtigt werden. Diese Regelung gilt bis zum 30. Juni 2022.

 

Weitere wichtige Hinweise zur Vorbereitung auf den MDK-Besuch, zum Grad der Selbstständigkeit und den einzelnen Modulen, die begutachtet werden, finden Sie hier.

Die Angebote der Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen sind für pflegende Angehörige eine wichtige Entlastung und eine Bereicherung für die Pflegebedürftigen. Statt alleine zu Hause, verbringen sie ihren Tag in Gesellschaft mit anderen.

 

Die Einrichtungen sind geöffnet, allerdings muss jede Einrichtung ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept erarbeiten. Einrichtungen dürfen nur noch von geimpften oder genesenen Personen in Anspruch genommen werden. Ausnahmen: Kinder bis zum Schuleintritt, sowie Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren außerhalb der Ferienzeit, bei denen eine Impfung bislang noch nicht erfolgt ist. Ausgenommen sind auch getestete Personen, die über ein ärztliches Attest verfügen aus dem hervorgeht, dass sie aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können.

 

Maskenpflicht: Nutzer:innen der Tagespflege sollen nach Möglichkeit eine medizinische Maske tragen. Auf das Tragen einer Maske kann verzichtet werden, soweit kein direkter Kontakt mit nicht genesenen oder nicht vollständig geimpften Personen besteht. Außerdem an festen Sitz- und Stehplätzen.

 

Fahrdienst: Sofern erforderlich,  ist ein Transport für den Hin- und Rückweg durch die Einrichtung sicherzustellen, der die derzeit besonderen Risiken durch eine Infektion berücksichtigt. Fahrzeuginsassen haben mindestens eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.

 

 

Weitere Informationen finden Sie in der Coronabetreuungsverordnung [externer Link].

 

Wichtig: Nehmen Sie daher Kontakt zur Tagespflegeeinrichtung auf und klären Sie, wie Ihr Angehöriger die Tagespflege besuchen kann. Die Einrichtung kann Ihnen entsprechende Auskünfte geben.

Gruppenangebote dürfen stattfinden. Ein Hygiene- und Infektionsschutzkonzept muss vorliegen, dabei müssen die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts beachtet werden.

Gruppenangebote dürfen nur von geimpften, genesenen oder getesteten Personen in Anspruch genommen werden. Am Nutzungstag des Angebots muss ein Kurzscreening stattfinden. Nutzer:innen mit Symptomen ist der Zutritt und die Teilnahme untersagt.

 

Maskenpflicht: Nutzer:innen der Tagespflege sollen nach Möglichkeit eine medizinische Maske tragen. Auf das Tragen einer Maske kann verzichtet werden, soweit kein direkter Kontakt mit nicht genesenen oder nicht vollständig geimpften Personen besteht. Außerdem an festen Sitz- und Stehplätzen.

 

Weitere Informationen finden Sie in der Coronabetreuungsverordnung [externer Link].

FAQs zu Corona: Entlastung durch ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte

Wenn die Agentur keinen Ersatz für eine abgereiste Kraft stellen kann oder die Kraft unvorhergesehen abreist, so gilt das reguläre Vertragsrecht. Im Rahmen des Vertrages, muss die vertraglich versprochene Leistung weiterhin erbracht werden. Es muss dafür gesorgt werden, dass eine Betreuungskraft im Haushalt der pflegebedürftigen Person tätig ist.

Es kann aber passieren, dass eine Versorgungslücke entsteht: Beispielsweise dann, wenn ein Wechsel der bisher eingesetzten Betreuungskraft erfolgen soll. Einige Haushalte arbeiten bei dieser Dienstleistung in einer so genannten Tandem-Variante: zwei oder drei Betreuungskräfte wechseln sich nach 6 bis 8 Wochen gegenseitig ab. Aufgrund der derzeitigen Situation kann es dazu kommen, dass keine Wechselkraft gefunden wird, die nach Deutschland einreisen kann oder will.

Wird keine einreisewillige Betreuungskraft gefunden, ist die Dienstleistung rechtlich unmöglich geworden. Sie müssen für diese Zeit auch nichts zahlen. Wenn dieser Zustand länger anhält, kann ein Kündigungsrecht bestehen. Setzen Sie sich mit Ihrem Vertragspartner per E-Mail oder schriftlich in Verbindung. Mehrkosten einer Ersatzbetreuung können Sie dem Dienstleister nicht in Rechnung stellen, denn für die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie entstehenden Engpässe trifft die Anbieter kein Verschulden.

Im Regelfall ist die Einreise nach Nordrhein-Westfalen möglich. Es gilt die Corona-Einreiseverordnung zum jeweils gültigen Stand.

Fragen rund um die Quarantäne- und Absonderungspflicht, PCR-Test oder das Erfordernis der digitalen Anmeldung sind abhängig davon, ob das Land, aus die Betreuungskraft anreist, ein Virusvarianten- oder Risikogebiet ist. Hinsichtlich der Kostentragungspflicht ist der mit der Betreuungskraft vereinbarte Vertrag maßgeblich. Gerne beraten wir Sie zu Ihrer ausländischen Haushalts- und Betreuungskraft individuell an unserer Hotline unter 0211 3809400.

Informationen zur tagesaktuellen Bestimmung der jeweiligen Risikogebiete stellt das Robert-Koch-Institut [externer Link] zur Verfügung.

Transitbestimmungen oder Regelungen anderer Bundesländer finden Sie unter den Seiten des Auswärtigen Amtes [externer Link] und der Bundesregierung [externer Link].

FAQs zu Corona: Entlastung speziell für Berufstätige

Wenn eine Versorgungslücke bei der Pflege zu Hause entsteht (weil z.B. eine Pflegekraft ausfällt oder der ambulante Pflegedienst nicht mehr vorbeikommen kann), erhalten pflegende Angehörige für die oftmals spontan dringend notwendige Neu- und Umorganisation der Pflege auch während der Berufstätigkeit Unterstützung.

 

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung:

Beschäftigte haben aktuell aufgrund der pandemie-bedingten Gesetzesänderung Anspruch auf folgende berufliche Auszeit:

Befristet bis einschließlich 30. Juni 2022 können Sie bis zu 20 Tage, statt wie bisher 10 Tage, für die häusliche Pflege eines nahen pflegebedürftigen Angehörigen von der Arbeit fernbleiben. Voraussetzung ist, dass eine akute pflegerische Versorgungslücke aufgetreten ist und eine akute anderweitige Versorgung nicht möglich ist.

Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung müssen Sie Ihrem Arbeitgeber vor Inanspruchnahme in Textform, also z.B. auch per E-Mail, anzeigen. Dafür muss der Arbeitgeber weder eine Mindestanzahl Beschäftigter haben noch ist die Anzeige an eine Frist gebunden. Sie können also auch spontan agieren. Lediglich der Grund und die voraussichtliche Dauer der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung ist dem Arbeitgeber mitzuteilen. Wie immer ist es aber ratsam, das Gespräch zu suchen und dem Arbeitgeber die Situation zu verdeutlichen.

! Wichtig: Auch wenn Sie diese kurze Pflegeauszeit bereits genutzt haben, können Sie die Freistellung noch einmal in Anspruch nehmen. Die von Ihnen bereits genutzten Arbeitstage werden von den 20 Tagen abgezogen. Haben Sie vor der Gesetzesänderung zum Beispiel bereits 6 Tage verbraucht, können Sie jetzt noch 14 Tage in Anspruch nehmen. Die Arbeitsverhinderung kann auch zwischen Pflegepersonen aufgeteilt werden – etwa indem zwei Geschwister jeweils zehn Tage frei nehmen.

 

Verlängertes Pflegeunterstützungsgeld:

Für die kurzzeitige Arbeitsverhinderung können Sie von der Pflegekasse als Lohnersatzleistung Pflegeunterstützungsgeld von bis zu 90 Prozent Ihres Nettoentgelts erhalten. Zunächst befristet bis zum 30. Juni 2022 können Sie das Pflegeunterstützungsgeld beim Bestehen einer pandemie-bedingten akuten Versorgungslücke bis zu 20 Tagen in Anspruch nehmen.

Zusätzlich ist ein Nachweis erforderlich, dass kein Anspruch auf anderweitigen Ausgleich durch Entgeltfortzahlung besteht, wie er sich z.B. aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag ergeben kann, ähnlich wie bei der Betreuung eines kranken Kindes.

Auch hier gilt: Wenn Sie schon einmal den Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld genutzt haben, können Sie ihn aktuell noch einmal geltend machen. Bereits verbrauchte Tage werden abgezogen.

Das Pflegeunterstützungsgeld beantragen Sie bei der Pflegekasse des pflegebedürftigen Angehörigen.

Als Nachweis für die Übernahme oder die Organisation der Pflege aufgrund der SARS-Cov-2-Pandemie können Sie der Pflegekasse beispielsweise eine Bestätigung des behandelnden Arztes, der Pflegeeinrichtung, die ihr Angebot ganz oder teilweise einstellt oder einstellen muss, oder eine Bestätigung der ausgefallenen Pflegeperson einreichen.

! Wichtig: Reichen die 20 Tage nicht aus, gibt es für Sie auch noch die Möglichkeit, Pflegezeit und Familienpflegezeit flexibler zu nutzen. Im nachfolgenden FAQ zur Pflegezeit und Familienpflegezeit finden Sie weitergehende Informationen.

Durch die Corona-Pandemie werden die Familien von Pflegebedürftigen schwer belastet – zum Beispiel, wenn die Tagespflegeeinrichtung geschlossen ist, und die Pflege komplett zu Hause organisiert werden muss.

Die Regelungen zur so genannten Familienpflegezeit und Pflegezeit unterstützen pflegende Angehörige, die zugleich berufstätig sind, bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

 

Das gilt bisher:

  • Bei der Pflegezeit können pflegende Angehörige, die eine Zeit aus Ihrem Beruf aussteigen möchten, ganz oder teilweise eine Freistellung von bis zu sechs Monaten in Anspruch nehmen.
  • Bei der Familienpflegezeit können sich Beschäftigte für die Pflege eines nahen Angehörigen bis zu 24 Monate teilweise von der Arbeit freistellen lassen. Sie können ihre Beschäftigung auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren.

Wichtige Erläuterungen zu den Voraussetzungen der Pflegezeit und der Familienzeit sowie der Finanzierung durch ein zinsloses Darlehen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend [externer Link] und den Seiten des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben [externer Link].

 

Das gilt aktuell zunächst befristet bis zum 30. Juni 2022:
Durch die aktuellen Änderungen im Rahmen der Corona-Pandemie können Beschäftigte, die Pflegeaufgaben wahrnehmen, die Regelungen der Familienpflegezeit und Pflegezeit flexibler als bisher nutzen.

  • Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Pflegezeit ist eine regelmäßige Beschäftigtenzahl von 15 Arbeitnehmern, für die Familienpflegezeit von 25 Arbeitnehmern.
  • Wer die Familienpflegezeit nutzen will, kann für die Dauer eines Monats vorübergehend auch weniger als 15 Wochenstunden arbeiten. Über die Verringerung und Verteilung der Arbeitszeit ist mit dem Arbeitgeber eine Vereinbarung in Textform zu treffen.
  • Wer die Pflegezeit oder die Familienpflegezeit bisher noch nicht vollständig ausgeschöpft hat, kann mit Zustimmung des Arbeitgebers auch kurzfristig Restzeiten dieser Freistellungen in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist, dass eine Gesamtdauer von 24 Monaten dadurch nicht überschritten wird und die Auszeit mit Ablauf des 30. Juni 2022 endet.
  • Zudem entfällt vorübergehend die Bedingung des unmittelbaren Anschlusses zwischen Pflegezeit und Familienpflegezeit.
  • Wer Pflegezeit oder Familienpflegezeit in Anspruch nehmen möchte kann dies mit einer verkürzten Ankündigungsfrist von 10 Tagen dem Arbeitgeber mitteilen. Wichtig: der Arbeitgeber muss schriftlich, z.B. durch Brief, E-Mail oder Fax, informiert werden.
  • Normalerweise können Beschäftigte für denselben pflegebedürftigen Angehörigen nur einmal eine Pflegeauszeit (Familien- und/oder Pflegezeit) in Anspruch nehmen. Durch die gesetzlichen Änderungen ist es jetzt vorübergehend möglich, wenn die Gesamtdauer von 24 Monaten noch nicht erreicht ist und die Auszeit mit Ablauf des 30. Juni 2022 endet, beruflich erneut für die Pflege eines nahen Angehörigen kürzer zu treten. Wichtig: Auch hier muss der Arbeitgeber zustimmen.
  • Auch das zinslose Darlehen zur Abfederung von Einkommenseinbußen bei Familien- und Pflegezeit wird den aktuellen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt angepasst: Bei der Ermittlung der Darlehenshöhe können Monate mit pandemiebedingten Einkommensausfällen auf Antrag unberücksichtigt bleiben. Der Antrag auf ein zinsloses Darlehen ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben zu stellen.

 

! Tipp: Ausführliche Beratung zur Pflegezeit und Familienpflegezeit bietet die örtliche Pflegeberatung. Passende Beratungs- und Hilfsangebote in der Nähe Ihres Wohnortes finden pflegende Angehörige und Pflegebedürftige auch in der Datenbank aller Beratungsstellen oder unter der kostenlosen Rufnummer 0800 40 40 044 und zwar montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9-12 Uhr sowie donnerstags von 14-17 Uhr.

FAQs zu Corona: Sonstige

Die Qualitätsprüfungen in ambulanten, teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen finden unter Berücksichtigung des regionalen Pandemiegeschehens, erforderlichen Vorlaufzeiten und unter konsequenter Einhaltung von Hygieneregeln seit März 2021 wieder statt.

Anlassprüfungen in Einrichtungen sind uneingeschränkt möglich.

Ja, sollten Sie das Bedürfnis haben, einmal mit anderen Betroffenen über den Pflegealltag ins Gespräch zu kommen, dann sind Sie in einer Pflegeselbsthilfegruppe genau richtig. Hier können Sie Erfahrungen austauschen, Informationen rund um das Thema Pflege erhalten und weitergeben. Die Gruppen tauschen sich, je nach Infektionsgeschehen, auch telefonisch oder digital aus.

Nutzen Sie auch unser Forum speziell für pflegende Angehörige. Hier können Sie sich über Fragen rund um die Pflege zu Hause austauschen, Unterstützung und Antworten finden und von den Erfahrungen der anderen Nutzer profitieren.

Der Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen hilft vielen weiter. Vielleicht auch Ihnen? Probieren Sie es aus!

Bei der Suche nach einer geeigneten Pflegeselbsthilfegruppe unterstützen die regionalen „Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe“ kompetent und kostenfrei. Über die Online-Suche können Sie herausfinden, ob und wo es in Ihrer Nähe ein Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe gibt.
 
Tipp: Finden Sie anhand von Postleitzahl oder der Ortsangabe kein Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe in Ihrer Nähe, erweitern Sie einfach Ihre Suche auf die nächstgrößere Stadt.

Genutzt wird auch gerne die digitale Form des Austauschs. Zum Beispiel ermöglicht die APP in.kontakt [externer Link] pflegenden Angehörigen digital geschützt untereinander in Verbindung zu treten und sich auszutauschen. In Ergänzung und Erweiterung des bereits bestehenden Selbsthilfeangebots für pflegende Angehörige bietet die APP eine onlinegestützte virtuelle Selbsthilfe. Weiter digitale Angebote erfahren Sie über die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe.

Gerne helfen wir Ihnen auch dabei, das nächstgelegene Kontaktbüro zu finden. Rufen Sie einfach kostenlos an: 0800 40 40 044 (montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9-12 Uhr und donnerstags von 14-17 Uhr). Darüber hinaus beantworten wir Ihre Fragen auch schriftlich. Nutzen Sie hierfür unser Kontaktformular. Wir antworten Ihnen schnellstmöglich.

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation in Nordrhein Westfalen (NRW) finden Sie auch auf folgenden Seiten:

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW [externer Link] und Landesregierung NRW [externer Link]

Weitere nützliche Informationen

Informationen zum Ablauf der Impfung

Wichtige Informationen und Dokumente zur Schutzimpfung erhalten Sie hier [externer Link]. Hier finden Sie zum Beispiel auch eine Liste über die Dokumente, die Sie zu Ihrem Impftermin mitbringen sollten.

Bei Bedarf steht auch ein Bürgertelefon zur Corona-Schutzimpfung zur Verfügung. Telefon: 0211 9119 1001 montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr - E-Mail: corona [at] nrw.de

Dokumente des Bundesgesundheitsministeriums - Corona-Schutzimpfung und zu den Impfzentren

Informationen zur Corona-Schutzimpfung lassen sich als barrierefreie PDF-Dokumente beim Bundesgesundheitsministerium direkt herunterladen auf dem Portal „Zusammen gegen Corona“ [externer Link]. Teilweise stehen die Informationen auch in englischer, russischer und türkischer Sprache zur Verfügung.

Umstellung auf telefonische Pflegeberatung

Die Pflegeberatung vor Ort wird zur Einhaltung des Gesundheitsschutzes für die Beteiligten weitgehend über Telefon und E-Mail-Kontakt sicher gestellt. Bei der Suche unterstützt der Pflegewegweiser NRW gebührenfrei am Telefon unter 0800 40 40 044 montags, dienstags, mittwochs und freitags von 9-12 Uhr sowie donnerstags von 14-17 Uhr oder online. Weitere Informationen

Hygienemaßnahmen in der häuslichen Pflege

Informationen zu den richtigen Schutzmaßnahmen und den Anzeichen für eine mögliche Infektion finden Sie auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) [externer Link].

Wichtige Schutzmaßnahmen und Informationen rund um das Coronavirus

Basisinformationen über das Virus, dessen Verbreitung und Prävention auch für besondere Zielgruppen. Weitere Informationen beim Robert-Koch-Institut [externer Link]

Informationen in Leichter Sprache

Zu Fragen, was ein Virus ist, wie es sich verbreitet und was man dagegen tun kann, informiert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW in leichter Sprache. Weitere Informationen [externer Link]

Informationen in mehreren Sprachen

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales informiert über verlässliche und konkrete Informationen zum Coronavirus sowie über wichtige Hinweise zu Hilfen und Serviceangeboten in mehreren Sprachen. Weitere Informationen [externer Link]