Entlastungsbetrag – wie Sie ihn nutzen können

Der Entlastungsbetrag hilft Ihnen bei der Finanzierung von Hilfsangeboten
Nutzen Sie den Entlastungsbetrag, um Kraft zu tanken!

125 Euro zur Entlastung

Schon bei Pflegegrad 1 steht Ihnen ein sogenannter Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat zu.

Mit diesem Betrag können Sie zum Beispiel die folgenden Unterstützungsangebote und Leistungen finanzieren:

  • Leistungen der Tages- und Nachtpflege,
  • Leistungen der Kurzzeitpflege,
  • Leistungen der ambulanten Pflegedienste (in den Pflegegraden 2 bis 5 ausschließlich für Leistungen der Betreuung und Haushaltsführung, in Pflegegrad 1 auch für Hilfen bei der körperbezogenen Pflege)
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag, sofern diese nach dem hiesigen Landesrecht anerkannt sind

Tipp: Das monatliche Budget für Leistungen zur Unterstützung im Alltag können Sie sogar noch aufstocken. Möglich ist dies, wenn Sie oder die pflegebedürftige Person einen Anspruch auf Pflegesachleistungen haben – also auf die Leistungen eines ambulanten Pflegedienstes bei Pflegegrad 2 bis 5 – diesen aber nicht voll ausschöpfen. In dem Fall können Sie beziehungsweise die pflegebedürftige Person bis zu 40 % der Pflegesachleistung für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen.

 

Rechnungen bei der Pflegekasse einreichen

Reichen Sie alle Rechnungen, die Sie für Unterstützung im Alltag erhalten haben, zur Erstattung bei der Pflegekasse ein. Wenn Sie den Anbietern von Betreuungsleistungen eine sogenannte Abtretungserklärung geben, können diese auch direkt mit der Pflegekasse abrechnen.
 

Überblick über Ausgaben behalten

Unterstützen mehrere Anbieter Sie bei der Pflege und rechnen diese direkt mit der Pflegekasse ab, können Sie schnell den Überblick verlieren, wer eine Abtretungserklärung von Ihnen erhalten hat. Weder die Anbieter noch die Pflegekassen sind verpflichtet, Informationen über den verwendeten und aufgebrauchten Entlastungsbetrag zu geben.

Erstellen Sie sich daher eine Übersicht, wer Ihnen hilft und für Sie arbeitet. Dann können Sie nachhalten, wie viel vom Entlastungsbetrag bereits ausgegeben worden ist. Sie vermeiden damit unnötige Kosten, die Sie sonst möglicherweise selber bezahlen müssten.