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Pflegerin spricht mit alter Dame
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Qualitätsprüfung für ambulante Dienste: Was hat sich seit dem 1. Juli 2026 geändert?

  • Seit dem 1. Juli 2026 gelten neue Qualitätsprüfungen für ambulante Pflege- und Betreuungsdienste.
  • Im Mittelpunkt steht die tatsächliche Versorgung, nicht mehr die Dokumentation.
  • Für ambulante Betreuungsdienste gibt es erstmals eigene Qualitätsprüfungen.
  • Pflegenoten werden durch ein vierstufiges System (A bis D) ersetzt, das auch die Folgen eines Mangels zeigt.

Warum gibt es neue Qualitätsprüfungen?

Wer einen ambulanten Pflege- oder Betreuungsdienst sucht, möchte wissen, ob die Versorgung zuverlässig und fachlich gut ist. Bisher ließen sich die veröffentlichten Prüfergebnisse oft nur schwer vergleichen. Außerdem spielte die Dokumentation eine größere Rolle als die tatsächliche Versorgung.

Ab dem 1. Juli 2026 gelten deshalb neue Qualitätsprüfungen. Sie sollen die tatsächliche Versorgungsqualität besser abbilden und den Vergleich verschiedener Angebote erleichtern.

Worauf achten die Prüfer:innen?

Die Prüfer:innen achten unter anderem darauf,

  • ob Risiken wie Stürze, Mangelernährung oder Wundliegen erkannt und vermieden werden,
  • ob die Versorgung zu den persönlichen Bedürfnissen passt,
  • ob Wünsche und Selbstbestimmung berücksichtigt werden,
  • ob Angehörige ausreichend beraten und angeleitet werden,
  • ob die gesamte Pflegesituation dauerhaft gesichert ist.

Für Ratsuchende bedeutet das: Die neuen Prüfergebnisse sollen die tatsächliche Versorgungsqualität besser abbilden und dadurch eine bessere Orientierung bei der Auswahl eines ambulanten Pflege- oder Betreuungsdienstes ermöglichen.

Was ändert sich bei der Suche nach einem Dienst?

Eine wichtige Neuerung betrifft Menschen, die Unterstützung im Alltag suchen.

Erstmals ab dem 1. Juli 2026 werden auch ambulante Betreuungsdienste nach einer eigenen Systematik geprüft. Die Kriterien sind auf ihre Leistungen zugeschnitten und unterscheiden sich von denen für ambulante Pflegedienste.

Die neuen Prüfergebnisse sollen Ratsuchenden künftig eine bessere Orientierung bei der Auswahl eines passenden Angebots geben.

Angebot Schwerpunkt der Qualitätsprüfung
Ambulante Pflegedienste Pflegefachliche Versorgung, Risikomanagement und Ergebnisqualität
Ambulante Betreuungsdienste Qualität der Betreuung, Unterstützung im Alltag und Organisation

Wie werden die Ergebnisse künftig bewertet?

Statt der bisherigen Pflegenoten gibt es ein neues vierstufiges Bewertungssystem.

Bewertung Bedeutung
A Keine Auffälligkeiten
B Auffälligkeiten ohne Risiko
C Defizit mit Risiko
D Defizit mit bereits eingetretenen negativen Folgen

 

Die Bewertung zeigt nicht nur, ob Mängel festgestellt wurden, sondern auch, welche Auswirkungen sie für die versorgte Person haben können. So lassen sich kleinere Auffälligkeiten von schwerwiegenden Defiziten unterscheiden.

Was haben Sie davon?

  • Sie erkennen leichter, wie gut ein Dienst tatsächlich versorgt – nicht nur, wie sorgfältig er dokumentiert.
  • Die Bewertung zeigt Ihnen, ob ein Mangel geringfügig ist oder ernste Folgen haben kann.
  • Erstmals sind auch ambulante Betreuungsdienste vergleichbar bewertet.

So sollen die Prüfergebnisse Ihnen als Angehörige eine bessere Orientierung geben, wenn Sie einen passenden Dienst auswählen.

FAQ

Die neuen Qualitätsprüfungen gelten für ambulante Pflege- und Betreuungsdienste ab dem 1. Juli 2026.

Ja. Ab dem 1. Juli 2026 gilt für ambulante Betreuungsdienste eine eigene Prüfsystematik mit Qualitätskriterien, die auf ihre Leistungen zugeschnitten sind.

Nein. Die bisherigen Pflegenoten entfallen. Stattdessen erfolgt die Bewertung mit den Stufen A bis D.

Im Mittelpunkt steht, ob Pflegebedürftige fachgerecht, sicher und entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse versorgt werden.

Die neuen Prüfergebnisse sollen die tatsächliche Versorgungsqualität besser abbilden und Ratsuchenden dadurch eine bessere Orientierung bei der Auswahl eines ambulanten Pflege- oder Betreuungsdienstes bieten.

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